Darf ich das für Sie einpacken?

„Darf ich das für Sie einpacken?“ Diese Frage wurde mir nicht etwa bei Douglas oder Kaufhof gestellt, sondern von einem jungen Mädchen beim Edeka. Hier im Schwabenland sind die jungen Leute je schon durch und durch auf Sparsamkeit getrimmt. Regelmäßig sieht man Jugendliche, manchmal auch noch Kinder, die alleine, zu zweit oder zu dritt am Einkaufsband stehen und sehnsüchtig auf Kunden mit voll beladenen Einkaufswagen warten, um sie dann zu fragen, ob sie die Einkäufe einpacken dürfen.

Für ihre Mühe wünschen sie sich dann nur einen kleinen Lohn von 50 Cent oder einem Euro. Die Kinder bessern damit nämlich nicht etwa ihr Taschengeld auf, um sich die neuesten Spiele für die Playstation zu kaufen, sondern sie unterstützen damit die ganze Klassen- oder Vereinsgemeinschaft. Denn das gesammelte Geld kommt dem nächsten Schulausflug, der Abschlussfahrt oder dem Vereinsausflug zugute.

Ich finde das klasse, dass junge Leute früh lernen, sich etwas Geld hinzu zu verdienen, das aber nicht für sich zu behalten, sondern der Gemeinschaft, sei es eben die Schulklasse oder Vereinsgruppe zur Verfügung zu stellen. Eine wirklich tolle Idee von den Kids und noch viel besser, dass die Supermärkte (gesehen bisher bei verschiedenen Edekas und Real) hier in der Gegend das unterstützen. Schön wäre es, wenn diese Aktionen Schule machen würde und ich demnächst auch im Ruhrgebiet gefragt werde „Darf ich das für Sie einpacken?“

Übrigens packe ich meistens selber ein, unterstütze die Aktion trotzdem oft mit ein paar Groschen oder auch mal nen Euro.

Gibt es solche Aktionen bei euch auch? Was haltet ihr davon? Würdet ihr die Jugendlichen unterstützen oder eher nicht?

 


Quelle des Titelbildes: https://pixabay.com/de/lebensmittelgesch%C3%A4ft-einkaufen-1830230/

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14 Discussion to this post

  1. Ich höre zum ersten Mal eben davon. Ich finde es auch gut, wenn sich Kinder Geld dazu verdienen. Aber meine Einkäufe möchte ich gern selbst einpacken. Ich kenne das von meinem Mann, der die leicht zerdrückbaren unten und obenauf die schweren Büchsen legt. Daher mache ich das Einpacken lieber selbst und unterstütze kleine Arbeiten von Kindern sehr gern.

    LG Sabine

  2. Hallo Tanja,

    so etwas gibt es bei uns auch nicht, aber finde es gut und würde sogar etwas mehr geben 🙂 LG Katrin

  3. Mira sagt:

    Liebe Tanja,
    sowas habe ich bisher noch nie gehört, noch gesehen. Ich habe es schon öfter auf Reisen erlebt, dass da jemand am Ende der Kassa eingepackt hat, aber da war das einfach Teil des Kassiers. Das das Kinder machen find ich dann doch irgendwie seltsam und ich assoziere es schnell mit Kinderarbeit. Aber warum eigentlich nicht, um das Taschengeld aufzubessern? Viele ältere Leute sind bestimmt froh über eine kleide Hilfe beim Einkaufen. Ich selbst würde so etwas aber glaube ich nicht unterstützen, es sei denn dafür würde es tatsächlich eine „zertifizierung“ oder der gleichen dafür geben, immerhin weiß ich ja nicht zu 100% was mit dem Geld passiert.
    Alles Liebe,
    Mira

    • Prüfkiste sagt:

      Naja, die Jungs und mÄdels machen das für die Klassenfahrten oder Vereinsfahrten, da bleibt nicht viel Taschengeld übrig.

  4. mupshimallow sagt:

    Witzig, weil bei mir kommen da alte Erinnerungen hoch. Solch einen Einpackservice im Supermarkt gibt es in den USA ja schon ewig. Auch in Deutschland gab es ihn mal als richtigen Nebenjob. Vor ca. 20 Jahren hab ich als Jugendliche bei Reichelt (was heute ja zu EDEKA gehört) als sogenannter Caddy gearbeitet. Es gab einen festen Stundenlohn und das Trinkgeld fürs Einpacken durfte man komplett behalten. Dieses war oftmals sogar mehr, als der gezahlte Lohn. Das diese Idee bei euch unterstützt wird finde ich super. Meine Einpackkünste, alles gut, sicher und sinnvoll in eine Einkaufstüte zu verstauen, habe ich mir bis heute bewahrt. LG

    • Prüfkiste sagt:

      Echt, das gab es mal als richtigen Job? Habe ich selber nie erlebt. Hätte ich sonst als Schülerin bestimmt auch mal gemacht. 😉

      • mupshimallow sagt:

        Ja aber ich glaub diesen Service gab es nicht flächendeckend, in Berlin nur in einem Laden am Ku´damm, vielleicht weil dort die „besser betuchte“ Kientel einkaufen ging? Und ja als Schülerin hat es sehr viel Spaß gemacht, ist heute sicher auch nicht ganz so leicht mit Nebenjobs. Grüßle aus Berlin

  5. Re Gina sagt:

    bei uns wollen sie nur den Einkauf zum Auto tragen – ich finde es toll und untersütze es auch – zumal da auch Kids aus der Schule vom Zwerg dabei sind 🙂

  6. Nicole Jakobs sagt:

    Ich finde es eine ganz tolle Sache, was da bei euch in der Ecke ins Leben gerufen wurde 🙂 Ich würde so eine Aktion auch auf jeden Fall unterstützen, und ihnen was in die Spardose werfen, trotzdem würde ich meine Sachen doch alleine einpacken, ich habe da mein eigenes System beim einpacken, da darf mir noch nicht mal mein Mann bei helfen 🙂 😉

    • Prüfkiste sagt:

      Hallo Nicole, ja schade dass es sowas im Ruhrgebiet noch nicht zu geben scheint, aber vielleicht mag das ja jemand ins Leben rufen!

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