Endlich wieder da

Die letzte Zeit war es ja wirklich sehr ruhig bei mir. Das lag zum einen daran, dass ich viel um die Ohren hatte, zum anderen brauchte ich abends aber auch mal ein wenig PC-freie Zeit. Ich habe heute früh angefangen, die hunderte Mails (kein Witz!!) abzuarbeiten, die unwichtigen zu löschen, die interessanten anzuschauen oder zumindest für später aufzubewahren. Aber wie konnte es überhaupt erst so weit kommen, dass ich seit fast vier Wochen meine Mails nur noch sporadisch nach wirklich wichtigen Nachrichten gecheckt, aber nicht mehr wirklich angeschaut habe? Und wieso hat sich hier auf dem Blog nichts mehr getan?

Ende Oktober waren mein Freund und ich auf eine Hochzeit eingeladen. Da musste ich mich natürlich drauf vorbereiten. Kleid kaufen, Sport machen (damit ich auch ins Kleid passe), Taschen packen etc. Wir fahren ja immer 4,5-5 Stunden wenn es in die Heimat geht. Und das nur, wenn wir nachts oder sonntags fahren. Also sind wir Donnerstag Nacht gefahren, weil Freitag schon die Hochzeit war. Blöderweise war genau in der Woche sehr viel los auf der Arbeit, so dass ich abends meistens erst recht spät weggekommen bin. Dementsprechend gestresst war ich dann auch. 9,5 bis 10 Stunden arbeiten macht halt irgendwann keinen Spaß mehr, schon gar nicht, wenn es dunkel wird, sobald mach Feierabend macht. Im Sommer geht es ja noch, da habe ich zumindest das Gefühl, noch was vom Tag zu haben, aber im Winter…
Jedenfalls war schon die Fahrt am Donnerstagabend so anstrengend, dass wir zwischendurch auf einen Parkplatz gefahren sind und erst einmal ne halbe Stunde schlafen mussten, damit wir heile ankommen. Wir waren beide einfach zu müde um wirklich sicher weiterzufahren. Nach der Pause ging es dann aber wieder und wir konnten dann gegen 2 Uhr vom Auto direkt ins Bett umsteigen. Für wirklich mehr hat die Kraft auch nicht gereicht, nicht mal alles ausgepackt haben wir.WP_20151030_20_20_53_Pro

Am Freitag ging es dann zur Hochzeit. Sie war schon sehr speziell. Die Braut ist marrokanischer Abstammung und der Bräutigam Halbpakistani. Männer und Frauen haben getrennt gefeiert, so dass ich den Großteil des Abends ohne meinen Freund verbracht habe. Wir haben uns nur ab und an draußen vor der Tür getroffen. Drinnen war es teilweise auch so laut, dass man sich nicht einmal unterhalten konnte. Aber wenigstens konnte ich den Frauen beim tanzen zusehen. Wirklich erstaunlich, wie toll sie sich bewegen können! Und dann noch diese tollen Kleider! Da bin ich mit meinem „westlichen“ Kleid echt aufgefallen (ich war die einzige ohne tradiotionelles Kleid…). Selbst die Freundinnen der Schwester des Bräutigams haben sich von ihr Kleider geliehen. Schade, dass die Männer nicht auch entsprechend gekleidet waren, die meisten haben „nur“ einen Anzug getragen oder auch eine Jeans und Hemd. Aber egal, sie mussten ohnehin hinter einem Vorhang sitzen, so dass ich von ihnen eh nicht wirklich etwas mitbekommen habe. Das ganze war für mich eine völlig neue Erfahrung. Fotos habe ich dort nur mit dem Handy gemacht, deshalb kann ich euch leider nicht sonderlich viel zeigen.
Am Samstag waren wir dann noch bei den Eltern des Bräutigams und haben mit der Mutter und dem Bruder (mit dem mein Freund schon seit der Schule befreundet ist) gefrühstückt. Danach ging es zum Mittagessen zu den Eltern meines Freundes und am Abend bin ich alleine zu Freunden zum Rollenspiel gefahren. Nein, das hat nichts mit 40 Shades of Grey zu tun! Wir spielen ein sogenanntes Pen & Paper Rollenspiel, basierend auf der von Tolien geschaffenen Welt MIttelerde. Das Spiel gibt es schon 20 Jahre länger als die Filme und hat im Grunde mit den Büchern nur insofern zu tun, als dass die Handlung in Mittelerde spielt. Ob man den Helden aus den Büchern begegnet liegt dem Spielleiter frei.  Aber dazu schreibe ich vielleicht irgendwann einmal etwas mehr.
Der Sonntag war dann relativ ruhig, es stand ja nur die lange Heimreise an.

Am nächsten Wochenende waren wir direkt wieder im Ruhrgebiet. Freitags habe ich mich mit einer Freundin getroffen und meine Familie besucht. Die FReundin hat mir auch direkt ihre Bazillen geschenkt, jedenfalls ging es mir in den Tagen danach nicht so besonders gut. Der Samstag war dann natürlich auch so voll, dass an auskurieren gar nicht zu denken war. Um 9 Uhr frühstücken mit einer alten Schulfreundin, ab 11 Uhr zum Ehemaligentreffen am Gymnasium und nachmittags ging es dann zum Killifischtreffen nach Neuss. Das Ehemaligentreffen war wirklich lustig, aber auch erschreckend, wie alt manche Lehrer geworden sind. Dagegen scheinen sich viele ehemalige Schulkollegen kaum verändert zu haben. Nur eine hatte eine andere Frisür als damals zu Schulzeiten. War schon witzig zu sehen, dass wir fast alle unsere Haare in etwa in der Farbe und Länge hatten wie damals zu Abizeiten. Das wird sich dann wohl auch erst mit etwa 50 Jahren ändern, wenn die ersten anfangen, die Haare kurz zu tragen. 😉
12108885_598048313669197_423651835895259906_nIn Neuss habe ich beim Regionalgruppentreffen der Killifischgemeinschaft einen Vortrag über die Bedeutung des INternets für unser Hobby gehalten und wieso es so wichtig ist, dass sich auch die älteren Mitglieder damit beschäftigen. Wer übrigens mehr über die DKG erfahren möchte, der kann gerne einmal in unser Forum schauen: www.killi.org. Killifische sind sehr schöne Fische, bunt und oft gar nicht so schwer zu züchten. Sie brauchen nur kleine Becken und keeine Heizung, oft nichtmal eine Lampe, wenn auch so genug Licht ins Becken kommt. Viele mögen es auch gar nicht so hell. Aber das nur am Rande, bei Interesse könnt ihr mich natürlich sehr gerne anschreiben.
Am Abend haben wir dann spontan beschlossen, mit einem Freund noch in den aktuellen James Bond Film zu gehen. Um 23 Uhr, nachdem ich eh den ganzen Tag unterwegs war. Und so wiorklich gelohnt hat er sich in meinen Augen auch nicht wirklich. War OK, aber nicht supertoll. Wer ihn also nicht gesehen hat, hat nicht soo viel verpasst.
Statt einer frühen Heimreise stand am Sonntag dann die Silberhochzeit meiner Großeltern an. Für beide ist es die zweite Ehe, und mein Opa ist eigentlich ja nicht mein „echter“ Opa, aber da ich ihn schon immer kenne, fühlt es sich eben so an. Mein Opa war früher sehr aktiv im Gesangsverein, heute kann er aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr so wie früher, aber er geht trotz seiner 83 Jahre noch regelmäßig zu den Proben. Um ihn zu überraschen ist der ganze Verein in die Gaststätte gekommen wo wir gefeier haben und hat drei Lieder gesungen. Um 19.30Uhr haben wir dann aber leider doch die Heimreise antreten müssen. Nach dem Wochenende waren mein Freund und ich wirklich platt und sehr froh, heile in Weinstadt angekommen zu sein. Immerhin haben wir auch drei Sternschnuppen auf der Fahrt gesehen!

Die nächsten Tage habe ich dann damit verbracht, mich von den letzten zwei Wochenende zu erholen, etwas zu lesen, die Wohnung wieder aufzuräumen, die liegengebliebene Wäsche zu machen und einfach mal nichts zu tun. Das war auch oft sehr nötig. Den Gleittag, den ich mir letztens genommen habe, habe ich zum Beispiel abwechselnd mit Zocken, schlafen, aufräumen, schlafen und wieder zpocken verbracht und zwischendurch etwas gegessen. Aber danach waren die Batterien auch wieder etwas besser gefüllt. Deshalb wird es jetzt auch wieder etwas weitergehen mit dem Blog, aber im November brauchte ich wirklich meine Ruhe, sonst hätte ich ihn am Ende noch gelöscht. Ich hoffe, dass mir trotzdem ein paar Leser treu geblieben sind, ich verspreche auch, dass jetzt wieder viel öfter etwas kommen wird!

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