Gamingtastatur Logitech G710+ im Test

Manchmal hat man einfach Glück im Leben. Zum Beispiel, wenn der Freund auf der Gamescom bei Wargaming eine Gamingtastatur gewinnt und diese dann an seine Freundin weiterverschenkt! Deshalb gibt es heute die Gamingtastatur Logitech G710+ im Test.

Verpackung

Ich habe euch ja bereits eine mechanische Tastatur von Cherry vorgestellt und bin dort auch ausführlich auf die Besonderheiten von mechanischen Tastaturen im Allgemeinen eingegangen: KLICK Von daher werde ich hier nicht weiter auf allgemeine Details mechanischer Tastaturen eingehen, sondern direkt mit der Beschreibung der Logitech G710+ Tastatur und einem Vergleich mit dem Cherry MX-Board 3.0 beginnen.

Über die Logitech G710+

Mit einer Abmessung von 51,3 × 16,5 (22,2) × 3,8 cm (L × B × H) und einem Gewicht von 1.542g ist sie weder klein noch noch besonders leicht und beinahe doppelt so schwer wie die von mir getestete Cherry Tastatur. Das Anschlusskabel ist mit 2m ausreichen lang.
Auch Logitech nutzt Cherry MX „brown“ Switchen mit einem Auslösegewicht von 45g. Wie alle mechanischen Tastaturen soll ihre Lebensdauer 50 Millionen Anschläge betragen. Darüber hinaus befindet sich an der Tastatur noch ein USB 2.0-Anschluss, über den weitere Geräte angeschlossen werden können.

Logitech G710+ Tastatur

Logitech G710+ Gamingtastatur mit Handballenauflage

Anschlussstecker

Logitech G710+ Gamingtastatur USB-Anschlüsse

Logitech G710+ brauner Switch

Die Logitech G710+ Gamingtastatur verwendet ebenfalls Xgerry MX „Brown“ Switches

Logitech G710+ Makrotasten

Logitech G710+ Makrotasten

Speziell für Gamer gibt es sechs Makrotasten (G1-6) mit drei Ebenen, so dass bis zu 18 Makros hinterlegt werden können. Die Speicherung der Makros ist möglich, sobald man die Gamingsoftware heruntergeladen und installiert hat. Weiter befindet sich auf der Tastatur ein eine Rolle zur Lautstärkenregelung sowie Tasten für Abspielen/Pause, Stopp, Titel wechseln,
Gaming-Mode, Makro-Aufzeichnung (M1-3, MR) und die Beleuchtungseinstellung. Die oberen Tasten zur Makroeinstellung, Start/Stopp etc. sind leider nicht mechanisch sondern auf Rubberdome-Basis, aber da man sie beim spielen und schreiben ja sowieso kaum nutzt, ist das auch nicht weiter schlimm in meinen Augen. Erwähnenswert ist wohl auch die Gamingeinstellung, die verhindert, dass man ins Windowsmenü gelangt, sollte man beim spielen versehentlich auf die Windowstaste kommen..

 

Logitech G710+ Lautstärkenregler

Logitech G710+ Lautstärkenregler

Logitech G710+ Pfeiltasten

Logitech G710+ Pfeiltasten

Die Tasten sind schwarz, bis auf die WASD bzw. Pfeiltasten, diese sind grau. Zusätzlich sind die G-Tasten (spezielle Tasten um Makros zu speichern) in orange eingerahmt. Alle Tasten bestehen aus Plastik, ebenso das Gehäuse. Rund um das Tastaturbett jedoch wurde Klavierlack verwendet, wodurch die Tastatur etwas edler wirkt. Liest man andere Testberichte, so wird jedoch darauf hingewiesen, dass der durch das unterschiedliche Material bedingte Spalt die Schmutzanfälligkeit erhöht. Auch sind auf Klavierlack eher Fingerabdrücke zu sehen als auf Plastik. Dass das nicht völlig von der Hand zu weisen ist, sieht man auf den Bildern, Staub und Fingerabdrücke sind jetzt schon gut sichtbar, obwohl die Tastatur noch neu ist und fast nicht benutzt war, als die Bilder entstanden sind.

Logitech G710+ WASD-Tasten

Logitech G710+ WASD-Tasten

Die Beleuchtung ist in fünf Stufen regelbar (100%, 75%, 50%, 25%, 0%) und getrennt für WASD/Pfeiltasten und die restliche Tastatur einstellbar. Unterhalb der Tasten befindet sich ein Gummiring, der ein wenig von der Lautstärke der Anschlaggeräusche schluckt. Deshalb ist die Logitech-Taststur auch erheblich leiser als das Cherry MX-Board 3.0.

Logitech G710+

Ein Gummiring dämpft die Anschlaggeräusche

Zubehör

Die Logitech G710+ kommt mit wenig Zusatzaustattung. Neben dem obligatorischen Anschlusskabel gehört allerdings eine Handballenauflage mit zur Ausstattung. Die habe ich bei der Cherry-Tastatur ein wenig vermisst. Allerdings hätte ich mir etwas mehr gewünscht von der Handballenauflage. Dir Verbindungsstücke bestehen aus dünnem Plastik und wirken so, als ob sie ziemlich schnell brechen werden. Mal schauen, wie lange sie bei mir halten. Zudem besteht die Auflage nur aus Plastik, eine Gummierung o. ä. gibt es leider nicht. Allerdings muss man auch erwähnen, dass sich die Handballenauflage sehr leicht mit der Tastatur verbinden lässt und sie auch nicht abfällt, wenn man die Tastatur anhebt. Hier sitzt alles bombenfest!

Logitech G710+ Tastatur 2

Logitech G710+ Tastatur

Auflage unten

Logitech G710+ Tastatur Handballenauflage Rückseite

Logitech G710+

Inbetriebnahme

Einfach den USB-Stecker in den PC stecken, das wäre ja auch zu einfach. Es gibt nämlich zwei USB-Anschlussstecker. Für den Einsteiger erschließt sich daher auch nicht direkt, wofür diese sind. Auf dem einen Stecker ist das Logitech-Symbol abgebildet, auf dem anderen ein Tastatursymbol. Steckt man nur den Stecker mit dem Tastaturanschluss in den PC, so funktioniert die Tastatur, auch die Beleuchtung ist an. Steckt man nur den anderen Stecker rein, funktioniert die Tastatur nicht.

Zunächst hat bei mir die Lautenstärkentaste nicht funktioniert. Nachdem ich aber die Gamingsoftware, die man eigentlich benötigt um die Makrotasten zubelegen, heruntergeladen und installiert sowie einmal die Tastatur abgesteckt und wieder angeschlossen habe, waren alle Funktionen der Tastatur verfügbar.

Fazit

Im Gegensatz zur Cherry-Taststur wirken die Tasten kleiner, sie liegen zumindest erheblich dichter beisammen. Das hat mir den Einstieg sehr erschwert, viele Tippfehler waren die Folge. Dagegen empfinde ich die Lautstärke als noch angenehmer als bei der Cherry. Auch die Beleuchtung gefällt mir sehr gut, ich mag es gar nicht, im Dunkeln zu tippen und habe deshalb immer LIcht an wenn es draußen dunkler wird, zukünftig kann ich aber wohl länger auf die Deckenbeleuchtung verzichten. Bisher dachte ich ja immer, ich würde es nicht brauchen, aber eigentlich ist es doch ein sehr nettes Feature.
Auch bei der Logitech-Tastatur fehlt ein Hilfsmittel um die einzelnen Tasten zu lösen, aber mit etwas Kraft lassen sich zumindest die größeren abnehmen und danach auch die kleinen.
Die Lautstärke empfinde ich als angenehmer als bei der Cherry-Tastatur, auch wenn ich sie da schon nicht als zu laut oder wirklich störend empfunden habe.

Leider sieht man auf dem Klavierlack sofort Staub, auch Fingerabdrücke werden sich langfristig nicht vermeiden lassen. Zwar sieht es hübscher aus, aber die Nachteile überwiegen in meinen Augen doch.

Der USB-Hub an der Taststur ist auch nicht wirklich glücklich gelegen. Ich müsste jedesmal die Tastatur anheben um dort ein weiteren Gerät anzuschließen. Die Idee ist sehr gut, die Umsetzung leider nur mäßig geglückt.

Insgesamt ist auch diese Tastur nicht schlecht und schon für rund 70€ bei ebay (Neuware) zu bekommen. Gerade die zusätzlichen Funktionen wie programmierbare Tasten oder Beleuchtung finde ich sind nette Features. Ob ich jedoch langfristig bei dieser Taststur bleiben werde oder doch wieder zum Cherry MX-Board 3.0 zurückwechsel, werde ich noch entscheiden müssen, da ich die Tasten als sehr klein und beengt empfinde und das Gefühl hatte, mich auf der Cherry-Taststur weniger zu vertippen. Allerdings sinddie leiseren Tastentöne durchaus ein großer Vorteil, da wir zu zweit im Raum sitzen und mein Getippe meinen Freund ab und an schon gestört hat beim YouTube gucken.

Und für alle, die immer noch nicht überzeugt sind, hier ein tolles Video von Wargaming und Logitech, das zeigt, wie unkaputtbar die Tastatur ist:

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2 Discussion to this post

  1. Ruby-Celtic sagt:

    Hey,

    hört sich gut an, allerdings wäre solch eine Tastatur wohl nichts für uns. Dafür spielen wir eindeutig zu wenig am PC. *g*

    Liebe Grüße,
    Ruby

    • Prüfkiste sagt:

      Man kann auch besser drauf schreiben als auf den „normalen“ Tastaturen, aber da könnte man dann auch nach günstigeren Alternativen schauen.;)

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